„Schiffbruch aus Wahl“ entsteht 2006 durch die Begegnung und die Zusammenarbeit zweier Equilibristen und Seiltänzer: Soledad Prieto „Petrovska“ (Argentinien) und Valentin „L’Astronauta“. Unterschiedliche Stile und Herangehensweisen bereicherten das gemeinsame Projekt, Seiltanz über eine technische Darbietung hinaus im Rahmen eines theatralischen Spieles darzubieten, in dem die Spielhandlung, das Leben der Charaktere und die Aktionen der Artisten auf dem Seil eng miteinander verflochten sind. Die Vielfalt der Ausdrucksmittel – Seiltanz, Akrobatik, Musik und Theater – tragen zur Verwirklichung einer wahren „piéce theâtrale“ bei.
Die Herausforderung einer 1, 80 m hohen Bühne, so dünn wie ein Stahlseil, und das Risiko, fallen zu können, akzeptieren, wie auch im Alltag Gleichgewicht und Balance eine ständige Herausforderung sein kann.
Das Duo „Los Filonautas“ entsteht 2006 durch die Fusion der „Compagnia dell’Astronauta“ mit Petrovska (www.petrovska.net) und spielt seit 2007 auf Straßentheaterfestivals und Veranstaltungen in ganz Europa, vor allem in: Italien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich und Kroatien.
Die neuste Version von „Schiffbruch aus Wahl“ erfolgt mit der Regiearbeit von Giovanni Dispenza im Herbst 2009/Winter 2010.
In der Kreation wirkten mit: Luca Clarioni (Italien), Marie-Anne Kergoet (Frankreich), Stefano Corrina (Italien).
Valentin präsentiert:
“Die
Reise ins Weltall”
Nach sorgfältigster Einrichtung seines astro-physischen
Labors (auf öffentlichem Platz) beginnt Professor Doktor
Zweistein (Valentin) die alljährige Konferenz zum Thema:
“Weltraumforschung” mit einem erstaunlich-verwirrendem
Diskurs wissenschaftlicher Grundgedanken.
Ohne Zögern folgen den Worten auch Taten, wobei Professor
Zweistein eine Versuchsreihe “empirischer Demontrationen”
durchführt, um die Grundlagen und Entwicklungsgeschichte
moderner Wissenschaft von ihren Ursprüngen bis zum
heutigen Tag zu verfolgen.
Von Experiment zu Experiment, unerläßlich und
hartnäckig in seiner wissenschaftlichen Mission, elingt
es Prof. Zweistein, mit Hilfe seines, zum Komplizen gewordenen
Publikums, sein Raumschiff zu besteigen, und den “Weltraum”
zu bereisen.
Hier erlebt er die plötzliche Abwesenheit der Schwerkraft,
um letztendlich zur Erde zurückzukehren, wobei er feststellen
muß:”Die Raumfahrt ist uns geglückt, aber
die Erde…?”
Das astro-physische Weltraumforschungslaboratorium
beinhaltet folgende Technologien:
• Jonglage
• Einrad
• Giraffe
• Akrobatik
• Schlappseil
• Spannseil
• Komik
• Einbeziehung des Publikums
• Atemberaubende Gags
• Musik, die aus dem Weltraum kommt
Und einige weitere überraschende, avantguardistische
Entdeckungen…
Seiltanz und Equilibristik, eine Performance
Valentin präsentiert eine Performance
auf dem Drahtseil, wo er mit Unbefangenheit den gewöhnlichen
Gleichgewichtssinn herausfordert. Sein fabelwesenhafter
Charakter überrascht mit einer subtilen Spannung zwischen
Luft und Erde, leicht und zerbrechlich, zugleich surreal
und traumhaft. Bildfolgen entstehen zwischen Tanz, Komik,
Gewandtheit und Spezialeffekten.
Sowohl auf öffentlichen Plätzen, als auch in geschlossenen
Räumen ruft die Seiltanzperformance immer wieder eine
spezielle, poetische und emotionsgeladene Stimmung hervor,
da der Seiltanz in vielerlei Hinsicht als Symbol und Metapher
der Dynamik des menschlichen Daseins angesehen werden kann.
Die Elemente der Performance:
• Suspension
• Sprünge
• Bewegung in Zeitlupe
• Spagat
• Gleichgewicht mit Gegenständen (Stuhl)
• Musikalische Darbietungen (Klarinette)
Dauer: etwa 12 Minuten